Władysław Nehring a germanistyka wrocławska

  1. Jacek Rzeszotnik
  2. Julia Suchar

Abstract

Władysław Nehring und die Breslauer Germanistik

Die Geschichten der Gründung der Germanistik und der Einrichtung der Slawistik an der preußischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Breslau weisen gewisse Parallelen auf: Die beiden Philologien stießen bereits in den ersten Phasen ihres Aufbaus und ihrer Konsolidierung auf Paradigmenkonflikte: im Falle der Germanistik wurde die Auseinandersetzung im Bereich der Forschung ausgetragen, wohingegen die Befürworter der Slawistik in erster Linie gegen politisch-ideologische Widerstände anzukämpfen hatten. Im Laufe der Zeit profitierte die Germanistik immer mehr vom Politischen, das sich zunehmend nationalistisch kleidete und die als Kompensationsmittel gegen die nationalen Komplexe aus der Zeit der napoleonischen Herrschaft konzipierte deutsche Philologie in den Dienst der Ideologie der kulturellen Vorherrschaft Deutschlands stellte. Dieselbe Entwicklung — Politisierung der Wissenschaft — erschwerte wiederum die Etablierung der slawischen Philologie. Der Beitrag parallelisiert die Bemühungen der Gründungsväter und der späteren Träger der Germanistik und der Slawistik um ein Aufblühen ihrer Disziplinen und verdeutlicht das „germanistische Ambiente“, mit dem der hervorragendste Vertreter der Breslauer Slawistik — Władysław Nehring — als Wissenschaftler, Dekan der Philosophischen Fakultät und Rektor der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Breslau interagierte.

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Onomastica Slavogermanica

30, 2011

Pages from 101 to 112

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